Die Themen Verhütung und Sexualität sind keine Frage des Alters. Doch jedes Alter bringt unterschiedliche Fragestellungen mit und erfordert unterschiedliche Lösungen.

Wir beraten Sie entsprechend Ihrer persönlichen Lebenssituation.

Verhütung

Verhütung ist so alt wie die Menschheit. Seit gut 4000 Jahren haben Frauen nichts unversucht gelassen sich gegen ungewollte Schwangerschaften zu schützen. Dabei fanden mechanische Barrieren, Vaginalduschen, Amulette ja sogar Getränke mit hochgiftigem Quecksilber Anwendung. So einfach und sicher wie heute war die Verhütung allerdings noch nie. Neben einer ausführlichen Beratung für die Wahl des richtigen Verhütungsmittels bieten wir Ihnen folgende Leistungen:

Hormonelle Verhütungsmethoden

Pille

Die Kombinationspräparate bestehen immer aus den beiden Hormonen Östrogen und Gestagen. Diese Hormone hemmen den Eisprung und verhindern das Einnisten einer eventuell befruchteten Eizelle in die Gebärmutterschleimhaut. Außerdem wird der Schleim im Gebärmutterhals so zäh, dass die Spermien ihn nicht oder nur schwer durchdringen können. Kombinationspräparate unterscheiden sich in Ihrer Hormonzusammensetzung sowie der Hormondosierung und dem Einnahmezeitraum:

 

Das Einphasenpräparat enthält über den gesamten Einnahmezeitraum eine konstante Dosis an Östrogen und Gestagen.

 

Zweiphasenpräparate enthalten unterschiedliche Hormondosierungen in zwei Stufen wobei jede Pille sowohl Östrogen als auch Gestagen enthält.

 

Dreiphasenpräparate enthalten unterschiedliche Hormondosierungen in drei Stufen wobei jede Pille sowohl Östrogen als auch Gestagen enthält.

 

Das Vierphasenpräparat ist ähnlich aufgebaut wie ein Zweiphasenpräparat, allerdings wird der Einnahmezyklus durch jeweils zwei Östrogentabletten am Anfang und Ende verlängert.

Minipille

Die Minipille enthält ausschließlich Gestagen in niedriger Dosierung. Sie ist für Frauen, die keine Oströgene einnehmen dürfen, eine zuverlässige Alternative.

"Pille danach"

Die "Pille danach" ist keine Verhütungsmethode im eigentlichen Sinne. Sie sollte ausschließlich im Notfall angewendet werden, wenn andere Verhütungsmittel versagt haben. Sie besteht aus nur einer Tablette mit einem hohem Gestagengehalt und sollte möglichst bis 48 Stunden nach dem ungeschützten Verkehr eingenommen werden. In Ausnahmefällen ist die Einnahme auch bis zu 120 Studen (5 Tage) nach Geschlechtsverkehr möglich.

Hormonspirale

Die Hormonspirale ist ein kleiner, flexibler, T-förmiger Kunstoffkörper mit einem Hormonzylinder, der das Hormon Gestagen in geringen Mengen direkt an die Gebärmutter abgibt. Dadurch wird der Schleim im Gebärmutterhals verdickt, sodass die Spermien ihn nicht durchdringen können. Außerdem wird durch die ständige Freisetzung des Gestagens der Aufbau der Gebärmutterschleimhaut behindert. Diese Verhütungsmethode hat für 5 Jahre eine sehr hohe kontrazeptive Zuverlässigkeit vergleichbar mit einer Sterilisation. Der weibliche Zyklus wird von der Hormonspirale nicht oder nur geringfügig beeinflusst.

Verhütungsring

Der flexible Kunststoffring wird in die Scheide eingeführt und setzt kontinuierlich über 21 Tage die Hormone Östrogen und Gestagen frei.  Er wirkt wie eine Einphasenpille hat aber den Vorteil, dass die verhütende Wirkung bei Magen-Darm Problemen nicht beeinträchtigt wird.

Verhütungspflaster

Das Verhütungspflaster wird einmal wöchentlich auf die Haut geklebt. Es enthält die Hormone Östrogen und Gestagen und verhindert wie die Pille den Eisprung. Erbrechen und Durchfall beeinträchtigen die Sicherheit nicht.

Hormonimplantat

Das Hormonimplantat ist ein Kunststoffstäbchen, das auf der Innenseite des Oberarms direkt unter die Haut geschoben wird. Es gibt ausschließlich Gestagen ab. Dadurch wird der Eisprung verhindert. Der Empfängnisschutz besteht für drei Jahre.

3-Monatsspritze

Die Dreimontasspritze enthält als Hormon Gestagen, das als Depot drei Monate im Körper wirkt. Dadurch wird die Befruchtung und Einnistung der Eizelle verhindert.


Mechanische Verhütungsmethoden

Kupferspirale

Die Kupferspirale, auch Intrauterinpessar (IUP) genannt, ist ein T- oder hufeisenförmiger Kunststoffkörper, dessen Mittelstück mit Kupferdraht umwickelt ist. Sie wird direkt in die Gebärmutter eingeführt und verbleibt dort für 3-5 Jahre. Durch die Abgabe geringer Mengen Kupfer oder durch eine Fremdkörperreaktion am Gewebe selbst, wird der Aufbau der Gebärmutterschleimhaut gestört, sodass die Einnistung einer befruchteten Eizelle nicht möglich ist. Das Kupfermilleu hat außerdem eine spermienabtötende Wirkung.

Diaphragma

Beim Diaphragma handelt es sich um einen elastischen Ring mit einer gewölbten Latexmembran. Es muss mindestens zehn Minuten vor dem Geschlechtsverkehr eingeführt werden und darf frühestens sechs Stunden nach dem Verkehr aus der Scheide entfernt werden. Vor dem Einführen sollte es mit einer spermienabtötenden Creme beschichtet werden. Durch seine Lage vor dem Muttermund soll das Eindringen von Spermien in die Gebärmutter verhindert werden.

Portiokappe

Die Portiokappe ist eien Plastik- oder Gummkappe, die von der Frau selbst unmittelbar vor dem Verkehr über den Muttermund gestülpt wird. Dadurch soll das Eindringen von Spermien in die Gebärmutter verhindert werden. Da etwa 50% der Anwenderinnen das Aufsetzen nicht selbst beherrschen, muss die Portiokappe vom Frauenarzt nach der Menstruation aufgesetzt und vor der nächsten Blutung wieder abgenommen werden. Die Verhütungssicherheit kann durch spermienabtötende Cremes verbessert werden.